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Symptome einer Hefe-Infektion bei Babys

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Symptome einer Hefe-Infektion bei Babys

Hefeinfektionen können in allen Altersgruppen auftreten, von sehr jungen bis zu sehr alten. Bei Säuglingen sind Windelausschlag und eine Art Pilzinfektion in Mund und Rachen, die als Mundsoor bezeichnet wird, die häufigsten durch Hefe verursachten Leiden. In seltenen Fällen kann ein Baby eine schwerwiegendere Hefeinfektion im Blutkreislauf oder in anderen Organen entwickeln. Die Symptome hängen von der Art der Infektion ab und reichen in seltenen Fällen von leichten lokalen Reizungen bis zu lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Symptome einer Hefeinfektion bei BabiesCredit: FamVeld / iStock / Getty Images

Windeldermatitis und ähnliche Hautinfektionen

Eine Pilzart namens Candida verursacht häufig Hefeinfektionen bei Säuglingen. Diese Infektionen treten am häufigsten auf, wenn die Barrierenabwehr der Haut versagt und Candida, das normalerweise auf der Hautoberfläche lebt, in das oberflächliche Hautgewebe eindringt. Hefe gedeiht in warmen, feuchten Gegenden. Candida-Infektion ist eine häufige Ursache für Windelausschlag, insbesondere in Verbindung mit Durchfall. Häufiges Sabbern macht den Bereich um den Mund und unter dem Kinn anfällig für Hefeinfektionen. Candida-Hautinfektionen erscheinen in der Regel als leuchtend rote Flecken, oft mit umgebenden roten Beulen, die als Satellitenläsionen bezeichnet werden. Der Ausschlag ist typischerweise in den Hautfalten am stärksten ausgeprägt. Candida-Hautausschläge sind oft schmerzhaft, und Säuglinge mit Windelausschlag sind möglicherweise pingelig, insbesondere in der Zeit, in der sie sich ändern. Windelausschläge und ähnliche durch Hefe verursachte Hautinfektionen lassen sich in der Regel leicht mit Antimykotika-Cremes und Salben behandeln.

Mundsoor

Mundsoor ist eine weitere häufige Art von Hefeinfektion, die häufig bei Säuglingen auftritt, insbesondere in den ersten 6 bis 12 Lebensmonaten. Diese Hefeinfektion erscheint als weiße oder gelbliche Flecken im Mund eines Babys. Sie können auf der Zunge, dem Zahnfleisch, dem Gaumen oder der Innenseite der Wangen auftreten. Im Gegensatz zu Milch oder Muttermilch, die die Zunge bedecken können, können durch eine Hefeinfektion im Mund verursachte Flecken nicht einfach abgewischt werden. Bei Soor kann es zu Blutungen kommen, wenn die Flecken abgewischt werden. Ein Baby kann aufgrund von Mundsoor Beschwerden oder Schwierigkeiten beim Essen haben, was zu mangelhafter Fütterung oder Aufhebens während der Fütterung führt. Zur Behandlung von Mundsoor kann eine antimykotische Lösung verschrieben werden.

Systemische Hefeinfektionen

Eine systemische Hefeinfektion bezieht sich auf die Invasion in den Blutkreislauf mit anschließender Ausbreitung im ganzen Körper. Diese Art der Hefeinfektion ist bei Säuglingen sehr selten und tritt typischerweise nur bei solchen auf, bei denen Gesundheitsprobleme bestehen. Säuglinge, die zu früh oder mit einem geringen Geburtsgewicht geboren werden, ein geschwächtes Immunsystem haben oder aus einem anderen Grund bereits im Krankenhaus sind, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Andere Risikofaktoren sind Blasenkatheterisierung und Langzeitbehandlung mit Antibiotika oder Chemotherapie. Anzeichen und Symptome können eine niedrige oder hohe Temperatur, schlechte Ernährung, unregelmäßige Atmung und niedriger Blutdruck sein. Obwohl selten, sind systemische Hefeinfektionen sehr schwerwiegend. Sie sind laut einem Artikel in „Early Human Development“ vom März 2011 eine der Haupttodesursachen in Einrichtungen wie der Neugeborenen-Intensivstation.

Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen

Wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Baby an einer Hefeinfektion jeglicher Art leidet. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Ihr Baby Schwierigkeiten mit dem Essen hat. Wenden Sie sich auch sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie einen Notarzt auf, wenn Ihr Baby Fieber oder niedrige Körpertemperatur hat, schläfrig oder schwer zu wecken ist oder schnelles, mühsames oder unregelmäßiges Atmen auftritt.

Rezensiert von: Tina M. St. John, M.D.