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Was sind die 3 P von Diabetes?

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Was sind die 3 P von Diabetes?

Die 3 klassischen Symptome von Diabetes mellitus sind Polyurie, Polydipsie und Polyphagie – auch als 3 P bekannt. Polyurie, Polydipsie und Polyphagie sind definiert als Zunahme von Urin, Durst und Hunger. Das Vorhandensein von 3 P ist ein guter Hinweis darauf, dass Ihr Blutzucker zu hoch sein könnte. Bei Typ-1-Diabetes (T1DM) entwickeln sich diese Symptome in der Regel relativ schnell und sind offensichtlicher, was häufig zur Diagnose der Erkrankung führt. Bei Typ-2-Diabetes (T2DM) sind die 3 P häufig subtiler und entwickeln sich allmählicher. Infolgedessen können Menschen mit Typ-2-Diabetes diese Symptome übersehen und die Diagnose verzögern.

Mann spricht mit seinem Arzt.Credit: monkeybusinessimages / iStock / Getty Images

Klassische Symptome von Diabetes

Die 3 P von Diabetes gehören normalerweise zu den ersten Symptomen, die bei T1DM auftreten. Sie können jedoch auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Polyurie oder übermäßige Urinproduktion kann durch nächtliches Urinieren, häufige Toilettenfahrten oder Unfälle bei Kindern mit Töpfchenbildung festgestellt werden. Polydipsie, eine Folge der Polyurie, ist durch übermäßigen Durst gekennzeichnet. Ein Anstieg der Flüssigkeitsaufnahme aufgrund von Polydipsie kann ebenfalls zu einem erhöhten Harndrang beitragen.

Polyphagie ist die Bezeichnung für übermäßigen oder erhöhten Hunger. Zuckerkrankheit tritt auf, weil der Blutzucker nicht normal in das Körpergewebe gelangt und es ihm an Kraftstoff mangelt, um Energie zu produzieren. Zum Ausgleich werden Fett und Muskeln abgebaut und für Energie verwendet, was zu Gewichtsverlust, Energiemangel und Müdigkeit führt, die bei T1DM am häufigsten auftreten. Anzeichen eines langfristig hohen Blutzuckers wie verschwommenes Sehen und Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen treten bei der Diagnose von T2DM häufiger auf.

Hoher Blutzucker und die 3 Ps

Die 3 P von Diabetes stammen alle von hohen Blutzuckerspiegeln. Der Blutzucker wird normalerweise von den Nieren gefiltert und dann wieder in das Blut aufgenommen. Wenn der Blutzuckerspiegel hoch ist, können die Nieren nicht den gesamten Zucker resorbieren und gelangen in den Urin. Wenn sich Zucker im Urin befindet, geht überschüssiges Körperwasser im Urin verloren und es entsteht Polyurie. Dieser Verlust an Körperwasser trägt zur Dehydration und zu erhöhtem Durst oder zu Polydipsie bei. Polyphagie entsteht, wenn ein Mangel an Insulin oder eine verminderte Reaktion darauf zu einer schlechten Absorption von Blutzucker im Körpergewebe führt. Zuckermangel in den Körperzellen führt zu einer verringerten Energieproduktion. Erhöhter Hunger oder Polyphagie sind die Folge.

Auftreten der 3 P’s

Die 3 P kommen in T1DM häufiger vor als in T2DM. Der medizinische Text „Evidence-Based Diabetes Care“ besagt, dass 93 Prozent der Kinder und Jugendlichen zum Zeitpunkt der Diagnose Polyurie haben. Polydipsie tritt bei 93 bis 97 Prozent und Gewichtsverlust bei 52 bis 72 Prozent auf. T1DM wird durch die Zerstörung von Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse verursacht. Der Insulinmangel führt typischerweise zu offensichtlichen Symptomen, wenn eine kritische Anzahl von insulinproduzierenden Zellen verloren gegangen ist. Im Gegensatz dazu tritt T2DM auf, wenn der Körper allmählich gegen die Wirkungen von Insulin resistent wird. Da sich T2DM allmählich entwickelt, sind die Symptome in der Regel weniger offensichtlich als bei T1DM und werden möglicherweise nicht erkannt. Menschen mit T2DM haben möglicherweise jahrelang minimale Symptome, bevor sie diagnostiziert werden.

Warnzeichen und Komplikationen

Wenn Sie irgendwelche Symptome von Diabetes bemerken, rufen Sie sofort Ihren Arzt an. Unbehandelter hoher Blutzucker führt manchmal zu potenziell lebensbedrohlichen Stoffwechselkrisen, einschließlich diabetischer Ketoazidose (DKA) und hyperosmolarer Hyperglykämie (HHS). Diese Zustände können Manifestationen von nicht diagnostiziertem Diabetes sein und Koma oder Tod verursachen, so dass eine medizinische Notfallversorgung erforderlich ist. Zusätzlich zu den 3 Ps sind Symptome von DKA: – Ein fruchtiger Geruch im Atem. – Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Trockener Mund und Schwindel.

DKA tritt in T1DM häufiger auf, kann aber auch in T2DM auftreten. Ungefähr 20 Prozent der Erwachsenen und 30 bis 40 Prozent der Kinder haben zum Zeitpunkt ihrer T1DM-Diagnose eine DKA. Dies geht aus einem Artikel in „Diabetes Spectrum“ vom Januar 2002 hervor. Die Autoren berichten auch, dass HHS bei 7 bis 17 Prozent der Menschen bei der Erstdiagnose von T2DM vorhanden ist. Zu den Symptomen von HHS – das bei T2DM häufiger auftritt als bei T1DM – gehören: – Extrem hoher Blutzucker. – Polydipsie. – Verwirrung oder Konzentrationsschwäche. – Fieber.